Donnerstag, 22. Oktober 2026

Amerikanische Kermesbeere

In unseren Wäldern sieht man seit einigen Jahren einen Strauch, der im Herbst schwarze Beeren an langen Rispen trägt. 

Die Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana) kam als Zierpflanze aus Kanada und Nordamerika in die Gärten. Dort ist sie nun ausgebüxt und verbreitet sich bei uns in Rheinland-Pfalz in den Wäldern, vor allem auf Waldlichtungen und Brachflächen.

Die schwarzen Beeren sind bei Vögeln sehr beliebt, aber für uns Menschen giftig. Die Wurzeln dieser Pflanzen sondern im Boden Phenol ab, das andere Pflanzen am Keimen hindert. Nun wurden sie als invasive Neophyten eingestuft und NABU ruft auf, Bestände in der freien Natur zu melden.

Hatte sich die Amerikanische Kermesbeere bisher auf Regionen mit mildem Weinbauklima beschränkt, so sehe ich sie nun auch bei uns im Pfälzerwald öfter. Die eigentlich frostempfindliche Pflanze profitiert vom Klimawandel und fühlt sich auch hier sichtlich wohl.


Noch grüne Früchte der Amerikanischen Kermesbeere.


Amerikanische Kermesbeere auf einer Waldlichtung.


Reife Früchte im Herbst.


Die Blütezeit im Sommer.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌱  🌱  🌱

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen