🎶 🎶 Wann wird's mal wieder richtig Sommer, ein Sommer wie er früher einmal war.
Mit Sonnenschein von Juni bis September ... 🎶 🎶
Dieser Hit von Rudi Carell wurde vor 50 Jahren von vielen Leuten mitgesungen und auch heute noch dürfte der Text bekannt sein. Damals musste man nach Italien in Urlaub fahren, um Sonne tanken zu können.
Der Sommer in diesem Jahr war zwar bisher sehr sonnig, aber auch insgesamt viel zu heiß und zu trocken.
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Der Rhein an der Fähre vom französischen Seltz rüber nach Plittersdorf. Die Fähre ist wegen Niedrigwasser außer Betrieb. |
Vorgestern besuchten wir im elsässischen Soufflenheim eine Poterie, um einen Bratentopf und eine Kougelhopf-Form aus Keramik zu kaufen. Diese traditionellen Töpferwaren werden aus heimischem Ton hergestellt und ich liebe es, damit zu kochen.
Kougelhopf ist eine elsässische Spezialität. Hefeteig wird mit Rosinen und Rum vermischt und in der typisch runden Form gebacken. Es gibt auch eine herzhafte Variante mit Speck und Zwiebeln. Wie das geht, werde ich demnächst näher vorstellen
Heute zeige ich die Auswirkungen der Dürre, die mich sehr betroffen machen.
Unsere Route am Montag, von Bad Bergzabern aus über die französische Grenze nach Wissembourg und weiter nach Sofflenheim, führte kilometerweit auf der Landstraße durch vertrocknete Maisfelder. Wo sonst Hopfen auf langen Ranken scheinbar bis zum Himmel wächst, ist kein bisschen Grün zu sehen. Entweder wurde er gar nicht erst angebaut oder er ist einfach nicht gewachsen.
Die Bäume im Mundatwald und im Bienwald sind teilweise vertrocknet oder zumindest gelb geworden. Der Boden ist übersät von gelbem, heruntergefallenen Laub, wie im Spätherbst.
Nach dem Einkauf in der Poterie fuhren wir weiter nach Seltz (Frankreich) an den Rhein. Dass der Fluss momentan wenig Wasser führt, das war mir bekannt. Aber auf diesen erschreckenden Anblick war ich nicht vorbereitet.
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An der Besuchertreppe am Rhein bei Seltz.
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| Normalerweise ist die unterste Stufe der Treppe noch vom Wasser umspült. |
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| Ebbe am Rhein, aber keine Flut in Sicht. |
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| Eigentlich schwimmen die Pontons auf dem Wasser, aber jetzt liegen sie auf Grund. |
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Der halbe Fluss liegt trocken und wir laufen über ein Kiesbett bis zur Fahrrinne.
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| Der Rheinboden ist übersät von Muschelschalen. |
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In kleinen eingeschlossenen Wasserstellen schwimmen Fische herum. Es riecht nach Tang und ein bisschen nach Verwesung.
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Hier an der Fahrrinne wird das Wasser tiefer, aber es fahren keine Schiffe mehr. Auch die Fähre ist außer Betrieb. |
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Der Bienwald trocknet aus. Das Laub fällt von den Bäumen und die Pflanzen sind verdorrt. |
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So schauen dort viele Buchenbäume aus. Das Laub verdorrte am Ast. |
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Ein vertrocknetes Maisfeld. So ähnlich schaut es überall in der Kulturlandschaft der Rheinebene aus. |
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| Ein ausgetrocknetes Rübenfeld. |
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Eine Wiese bei Oberotterbach, zurück in Deutschland. Gras wächst hier nicht mehr, aber -zig Wildblumen blühen. |
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Kurz vor Bad Bergzabern ein Blick in Richtung Schwarzwald. Die Luft ist voller Brandgeruch; Rauchschwaden ziehen vom Flächenbrand des Hohen Venn in Belgien über den Pfälzerwald in die Rheinebene.
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In unserem Wohnort waren am Montag schon morgens Rauch und beißender Brandgeruch vom Hohen Venn in Belgien vernehmbar. Wir mussten deshalb Fenster und Türen geschlossen halten. Dabei ist der Brandherd hunderte Kilometer von uns entfernt, aber unser Pfälzerwald lag wohl genau in der Windrichtung der Rauchschwaden.
In der nahen Stadt wurde x-mal von besorgten Bürgern bei der Feuerwehr angerufen, weil man einen Brand in der Nähe vermutete.
Inzwischen wünsche ich mir, dass dieser extreme Sommer zu Ende geht und sehne mich nach dem kühleren Herbst, nach frischer Luft und auch nach Regen.
Liebe Grüße von der Pfälzerin 🌄