Dienstag, 25. August 2026

Impressionen von der Sonntagswanderung im Dahner Moosbachtal

 

Ein Vogelbeerbaum mit leuchtend roten Früchen steht am Parkplatz 'Moosbachtal'.

Endlich konnte ich am Sonntag mal wieder die Wanderschuhe schnüren! Unser Ausflug ins Moosbachtal bei Dahn war eine eineinhalbstündige Wanderung, vorbei an der Pfälzerwaldhütte im Schneiderfeld.

Bei allerschönstem Wanderwetter (Sonnenschein, 14 Grad am Morgen) zogen wir los. Hier im Moosbachtal ist es schattig und nicht ganz so trocken wie in anderen Regionen.


Der Froschfelsen.

Ich esse mich an Brombeeren satt. Hier sind sie nicht vertrocknet.

Auf einer Waldlichtung entdecke ich einen Kaisermantel (Argynnis paphia).

Der Rote Fingerhut ist verblüht und hinterlässt ein Feld voller Samen.

Eine riesige Burg der Roten Waldameise (Formica rufa).

Luchs gesichtet. Es handelt sich um einen Pardelluchs, leider ist es nur ein Aufsteller an der Pfälzerwaldhütte.



An der Pfälzerwaldhütte herrschte bereits Trubel. Ich wollte gerne ein Lachsbrötchen essen, aber das gab es an diesem Tag nicht. 
Also kaufte ich nur eine Johannisbeerschorle und nachdem das Glas leergetrunken war, gingen wir weiter. Ich fühle mich nicht wohl, wenn viele Menschen um mich herum sind.







Zweispitzwanze (Picromerus bidens) auf der Riesen-Goldrute.

Das Hinweisschild versteckt sich zwischen den Zweigen des Vogelbeerbaumes.
Wir sind zurück am Waldparkplatz.

Ein lauschiger Rastplatz, aber leider gleich neben der viel befahrenen Zufahrt zur Pfälzerwaldhütte.

In der Mittagszeit wurde es dann wieder richtig warm. Nach unserer Wandertour wartete daheim eine Kürbissuppe auf uns. Den Kürbis dafür erntete ich im Garten und die Suppe habe ich samstags zuvor gekocht.

Liebe Grüße von der Pfälzerin    🌳🌲🌳

Montag, 24. August 2026

Ersten Kürbis im Garten geerntet

 


Für ihn ist die Sommerfrische vorbei, denn er wird in den Kochtopf wandern.

Ich wagte an den sehr heißen und trockenen Tagen im Juli kaum noch an eine gute Ernte zu denken. Das tägliche Wässern der Kürbispflanzen jedoch hat sich gelohnt, denn nun konnte ich den ersten Hokkaido-Kürbis ernten.

Außer Hokkaido reifen auch noch Butternut-Kürbis und Muskat-Kürbis. Sie dürfen noch etwas an Gewicht zulegen. Erst wenn der Stielansatz verholzt ist, sind sie reif.


Muskat-Kürbis.

Zusammen mit dem Enkelsohn habe ich nun den ersten Hokkaido abgeschnitten und wir haben ihm Opas Hut und Sonnenbrille angezogen. Das fand Jonas ziemlich witzig.






Am Samstag gab es bei uns die erste Kürbissuppe der Saison. 

Das Wetter zeigte sich von Donnerstag bis Samstag leicht herbstlich und wir alle genossen die Abkühlung nach der monatelangen Trockenheit und Hitze. Nun soll der Sommer noch einmal zeigen, was er kann.

Kommt alle gut in die neue Woche.

Liebe Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🎃 🎃 🎃

Freitag, 21. August 2026

Kann man mit Fensterputzen den Regen herbei locken?

Zumindest habe ich es am vergangenen Dienstag versucht. Seit Tagen meldete der Wetterbericht Regen auch für unsere Südwestpfalz, aber es kam bis Dienstag kein Nass vom Himmel bei uns an.


Den Blumenkasten auf der Küchenfensterbank außen habe ich mit Snack-Paprika und Oregano piccolo neu bepflanzt.
Die Pflanzen vorher waren vertrocknet, trotz zweimaligem Gießen am Tag. 
Es war einfach viel zu heiß.

Beim Putzen der extrem staubigen Scheibe des Küchenfensters am Dienstagmorgen blickte ich traurig in den ausgetrockneten Garten. Viele Stauden sind ein Opfer der Dürre; Phlox, Brennende Liebe, Taglilien ... Nur diejenigen, die mit Trockenheit zurecht kommen, sind noch einigermaßen ansehnlich.

Meine Kräuter, die Buschbohnen, Erdbeerpflanzen ..., alles vertrocknet und ich durfte nicht zuviel darüber nachdenken, weil mich das sehr traurig machte.


Das Küchenfenster war wieder blitzeblank, aber draußen der Garten vertrocknet.

Endlich, am Abend nach dem Fensterputzen kam der Regen. Ein ergiebiger Landregen hat den Boden ordentlich nass gemacht. Das bringt nun Entspannung in die verdorrte Natur.

Es regnete auch in der Nacht, so dass der Boden endlich mal wieder richtig feucht wurde und sich unsere Regenwassertonne füllen konnte. Gut ist, dass es nur leicht regnete und wir keine Unwetter erleiden mussten.

Herr Pfälzer meinte schmunzelnd: 'Du hättest schon viel früher das Fenster putzen sollen.' 😂

Ich hatte tatsächlich vergessen, wie herrlich die Luft nach einem Sommerregen riecht. 😓


Nach wochenlanger Trockenheit endlich ein bisschen Regen.

Kommt alle gut ins Wochenende.

Liebe Grüße von der Pfälzerin  🌦️ 

Mittwoch, 19. August 2026

Kein Sommer, wie er früher einmal war - Ebbe am Rhein

 🎶  🎶 Wann wird's mal wieder richtig Sommer, ein Sommer wie er früher einmal war. 
Mit Sonnenschein von Juni bis September ...   🎶  🎶


Dieser Hit von Rudi Carell wurde vor 50 Jahren von vielen Leuten mitgesungen und auch heute noch dürfte der Text bekannt sein. Damals musste man nach Italien in Urlaub fahren, um Sonne tanken zu können.

Der Sommer in diesem Jahr war zwar bisher sehr sonnig, aber auch insgesamt viel zu heiß und zu trocken. 


Der Rhein an der Fähre vom französischen Seltz rüber nach Plittersdorf.
Die Fähre ist wegen Niedrigwasser außer Betrieb.

Vorgestern besuchten wir im elsässischen Soufflenheim eine Poterie, um einen Bratentopf und eine Kougelhopf-Form aus Keramik zu kaufen. Diese traditionellen Töpferwaren werden aus heimischem Ton hergestellt und ich liebe es, damit zu kochen.

Kougelhopf ist eine elsässische Spezialität. Hefeteig wird mit Rosinen und Rum vermischt und in der typisch runden Form gebacken. Es gibt auch eine herzhafte Variante mit Speck und Zwiebeln. Wie das geht, werde ich demnächst näher vorstellen



Heute zeige ich die Auswirkungen der Dürre, die mich sehr betroffen machen.

Unsere Route am Montag, von Bad Bergzabern aus über die französische Grenze nach Wissembourg und weiter nach Sofflenheim, führte kilometerweit auf der Landstraße durch vertrocknete Maisfelder. Wo sonst Hopfen auf langen Ranken scheinbar bis zum Himmel wächst, ist kein bisschen Grün zu sehen. Entweder wurde er gar nicht erst angebaut oder er ist einfach nicht gewachsen.

Die Bäume im Mundatwald und im Bienwald sind teilweise vertrocknet oder zumindest gelb geworden. Der Boden ist übersät von gelbem, heruntergefallenen Laub, wie im Spätherbst.

Nach dem Einkauf in der Poterie fuhren wir weiter nach Seltz (Frankreich) an den Rhein. Dass der Fluss momentan wenig Wasser führt, das war mir bekannt. Aber auf diesen erschreckenden Anblick war ich nicht vorbereitet.


An der Besuchertreppe am Rhein bei Seltz.


Normalerweise ist die unterste Stufe der Treppe noch vom Wasser umspült.


Ebbe am Rhein, aber keine Flut in Sicht.

Eigentlich schwimmen die Pontons auf dem Wasser, aber jetzt liegen sie auf Grund.

Der halbe Fluss liegt trocken und wir laufen über ein Kiesbett bis zur Fahrrinne.


Der Rheinboden ist übersät von Muschelschalen.

In kleinen eingeschlossenen Wasserstellen schwimmen Fische herum.
Es riecht nach Tang und ein bisschen nach Verwesung.

Hier an der Fahrrinne wird das Wasser tiefer, aber es fahren keine Schiffe mehr.
Auch die Fähre ist außer Betrieb.


Der Bienwald trocknet aus.
 Das Laub fällt von den Bäumen und die Pflanzen sind verdorrt.


So schauen dort viele Buchenbäume aus.
Das Laub verdorrte am Ast.

Ein vertrocknetes Maisfeld.
So ähnlich schaut es überall in der Kulturlandschaft der Rheinebene aus.

Ein ausgetrocknetes Rübenfeld.

Eine Wiese bei Oberotterbach, zurück in Deutschland.
Gras wächst hier nicht mehr, aber -zig Wildblumen blühen.


Kurz vor Bad Bergzabern ein Blick in Richtung Schwarzwald.
Die Luft ist voller Brandgeruch; Rauchschwaden ziehen vom Flächenbrand des Hohen Venn in Belgien über den Pfälzerwald in die Rheinebene.

In unserem Wohnort waren am Montag schon morgens Rauch und beißender Brandgeruch vom Hohen Venn in Belgien vernehmbar. Wir mussten deshalb Fenster und Türen geschlossen halten. Dabei ist der Brandherd hunderte Kilometer von uns entfernt, aber unser Pfälzerwald lag wohl genau in der Windrichtung der Rauchschwaden.
In der nahen Stadt wurde x-mal von besorgten Bürgern bei der Feuerwehr angerufen, weil man einen Brand in der Nähe vermutete.

Inzwischen wünsche ich mir, dass dieser extreme Sommer zu Ende geht und sehne mich nach dem kühleren Herbst, nach frischer Luft und auch nach Regen. 

Liebe Grüße von der Pfälzerin  🌄

Dienstag, 18. August 2026

Rettung in letzter Sekunde

In der Trinkwasserschale, die ich im Garten extra für Insekten aufgestellt habe, schwamm heute morgen ein Falter. Er bewegte ganz schwach die Flügel. Sofort wurde er von mir aus dem Wasser gefischt und vorsichtig zwischen die Schmetterlingsstauden gesetzt. Dort konnte er seine Flügel trocknen lassen und wegfliegen.

Zwar liegen in der Schale Tonscherben, die aus dem Wasser ragen, damit Insekten nicht ertrinken, aber er hatte wohl keine Kraft mehr, sich zu retten.




C-Falter (Polygonia c-album).

Auf die Wasserschale können wir bei dieser Trockenheit nicht verzichten. Dort habe ich bereits Hummeln und Wespen vor dem Ertrinken gerettet. Sie ist nicht tief und Tonscherben sollen helfen, dass die Insekten aus eigener Kraft aus dem Wasser steigen können. Aber das hilft leider nicht immer.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🦋  🦋  🦋

Montag, 17. August 2026

Sonnenblumen und Stieglitze


Das kleine Feld mit Sonnenblumen in unserem Garten wurde von mir als Übergangslösung eingesät. Demnächst sollen hier heimische Wildblumen wachsen, aber bis alles zugewachsen ist, dauert das noch mindestens ein Jahr.

Damit die lange, schmale Fläche im Sommer nicht brach liegt, säte ich im Frühling Sonnenblumen aus. Sie stehen nun in voller Blüte und teilweise sind auch schon erste Kerne reif.

Dies hat einen Schwarm Stieglitze angelockt.


Ein Stieglitz, auch Distelfink genannt.


Mindestens fünf Vögel sind auf diesem Bild zu sehen.


Ein ausgewachsener Vogel und ein Jungvogel.


Jungvögel tragen noch keine rote Gesichtsmaske und haben auch noch keinen schwarzen Fleck auf dem Kopf.


Ein ausgewachsener Stieglitz und sein Nachwuchs (vorne im Schatten).


Noch ein adulter Stieglitz (oben) und sein Nachwuchs (unten).



Es ist schön, den hübschen Stieglitz (bot. Carduelis carduelis), auch Distelfink genannt, im Garten beobachten zu können. Er kommt nie alleine, sondern stets im Schwarm. Obwohl diese Vögel die Samen von Disteln, Kletten und Karden bevorzugen, schmecken ihnen auch Sonnenblumenkerne.

Ich kann nun die Vögel öfter beobachten und höre so gerne ihr melodisches Zwitschern.

Kommt alle gut in die neue Woche.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌻  🌻  🌻

Freitag, 14. August 2026

Wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt ...

 ... dann ist es ein besonderes Ereignis. 

Die Sonnenfinsternis am vergangenen Mittwoch konnten wir von der Höhe der Hackmesserseite aus verfolgen. Zusammen mit anderen Schaulustigen standen wir auf einem Stoppelfeld und beobachteten, wie sich kurz vor 19.30 Uhr langsam der Mond vor die Sonne schob. Gegen 20.10 Uhr war der Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis erreicht und man sah von der Sonne nur noch eine schmale Sichel. Der Mond wanderte zwar weiter und es wurde ein Stück mehr Sonne sichtbar, aber gleichzeitig setzte die Dämmerung ein und wir erlebten einen herrlich roten Sonnenuntergang.




Bei der Ankunft auf dem Feld war es noch hell und sonnig. 


Während der Sonnenfinsternis war die Landschaft in ein rotes Licht getaucht.


Von der Sonne ist nur noch eine Sichel zu sehen.


Ein herrlich roter Sonnenuntergang, während die Sonne langsam wieder voll und rund wurde.


Kommt alle gut ins Wochenende.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   ☀️🌑