Freitag, 31. Juli 2026

Sonnenblumen und eine Blauschwarze Holzbiene

 



Es war ein Morgen mit einem strahlend blauen Himmel. Wie jeden Tag ging ich raus in den Garten, um das Wasserspiel am Miniteich einzuschalten und meine tägliche Gartenrunde zu machen.

Dort, wo in den nächsten Jahren eine Wildblumenwiese entstehen soll, blühen jetzt die Sonnenblumen. Zusammen mit verschiedenen Blumensamen hab ich sie ausgesät, damit der Streifen Land in diesem Sommer nicht brach liegt.

Während ich einer Mistbiene beim Pollensammeln zuschaute, kam mit lautem Brummen eine Blauschwarze Holzbiene angeflogen. Sie surrte um meinen Kopf und ließ sich schließlich auf einer Sonnenblumenblüte nieder. So schnell wie das Tier ist, habe ich mit der kleinen Kamera kaum eine Chance, es im Bild festzuhalten. Es ist immer in Bewegung und bleibt nur sekundenlang auf den Blüten sitzen.

Später kam die Holzbiene noch zu den Blauen Kugeldisteln geflogen und bediente sich auch hier mit Nektar. 

Bisher sah ich diese Biene nur an Lippenblütlern. Nun habe ich gelesen, dass sie auch an Korbblütlern zu finden sei und dazu zählen Sonnenblumen und Disteln.


Eine Blauschwarze Holzbiene an einer Sonnenblumenblüte.




Mistbiene an einer Sonnenblumenblüte.





Kommt alle gut ins Wochenende.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌻  🌻  🌻

Donnerstag, 30. Juli 2026

Das kleine Afrika

... im Nordpfälzer Bergland war uns vor einer Woche einen Besuch wert. Da waren wir im Wildpark Potzberg im Nordpfälzer Bergland. Einen entsprechenden Beitrag stellte ich am Montag im Blog ein. Heute zeige ich noch einige Bilder, die ich dort gemacht habe.

Man sieht, wie ausgetrocknet die Landschaft ist. Es hat schon lange nicht mehr geregnet und nun erleben wir eine neue Hitzewelle. Wieder schwitzen wir bei hohen Temperaturen, wie sie wahrscheinlich auch in Afrika vorkommen. Die Zebras im Wildpark fühlen sich wahrscheinlich wie daheim auf dem schwarzen Kontinent. Nandus haben ihre Heimat in den Savannen in Südamerika, wo es bekanntlich ebenfalls heiß und trocken ist.

🦓  🦓  🦓

Morgen ist der letzte Tag des Monats Juli und der heißeste Monat im Jahr, der August, beginnt. Mal schauen, wie sich das Wetter weiter entwickelt. Schon jetzt hat dieser Sommer alle Rekorde gebrochen, mit vielen Hitzetagen, hohen Temperaturen und extremer Trockenheit. Wir fühlen uns derzeit wie in einer Wüste.

Gestern bin ich zum ersten Mal in diesem Sommer im Haus geblieben, weil es mir im Garten einfach zu heiß war. Ein heftiger Wind brachte heiße Luft und die Trockenheit ist unerträglich. Wir hatten 36 Grad am Nachmittag und heute soll es noch einige Grad heißer werden.


Nandu im Wildpark.






Liebe Grüße von der Pfälzerin   🦓  🦓  🦓

Mittwoch, 29. Juli 2026

Die Farben der Blumen im Sommer ...

 ... sind kräftig und derzeit dominiert in unserem Garten das Gelb.



Trotz Hitze und Trockenheit blüht in unserem Garten noch einiges: Gelber Sonnenhut (Rudbeckia 'Goldsturm'), Blaue Kugeldisteln, ein Hibiskusstrauch mit pinkfarbenen Blüten, Wilde Malve, Sonnenblumen und die Kletterrose Amadeus mit blutroten Blüten. 

Wir erwarten heute wieder einen sehr heißen Tag und ich habe kein Regenwasser mehr zum Gießen. Deshalb muss ich gezwungenermaßen den Wasserschlauch an die Wasserleitung anschließen, damit nicht alle Pflanzen den Dürretod erleiden.

Kommt alle gut durch den Tag. 🖼️

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌻

Dienstag, 28. Juli 2026

Büffelzikade


Ein nur 10 mm kleines, grasgrünes Tierchen ist so markant, dass man es nicht verwechseln kann. Im Garten saß auf einem Erdbeerblatt eine Büffelzikade. 

Stictocephala bisonia ist ein Einwanderer aus Nordamerika und wurde anfangs des 20. Jahrhunderts bei uns eingeschleppt. Weitere Namen sind Büffelzirpe oder Amerikanische Büffelzikade.

Die Larven und auch die ausgewachsenen Tiere ernähren sich von Pflanzensäften. In den Monaten Juli und August sind ausgewachsene Tiere zu finden. Eines davon hat sich nun auch in unseren Garten verirrt. Es ergänzt meine Sammlung an Tieren im Garten, die immer umfangreicher wird.

Der Lebensraum der Büffelzikade sind Waldränder, Gehölzsäume, Kulturflächen und Uferbereiche von Flüssen und Bächen.

Seine dreieckige Form und die Größe des Tierchens erinnert mich an eine grüne Buchecker. 😉









Naturgrüße von der Pfälzerin   🪲

Montag, 27. Juli 2026

Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg im Nordpfälzer Bergland



Am Donnerstag besuchten wir den Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg. Dieser privat geführte Tierpark befindet sich im Nordpfälzer Bergland, auf der Kuppe des 560 Meter hohen Potzberges im Landkreis Kusel.

Auf der 30 ha großen Anlage sind verschiedene Tiergehege, in denen Wisente, Auerochsen, Rotwild, Steinböcke, Wildschafe, Alpakas, Känguruhs, Polarfüchse, Zebras, Rentiere und andere Wildtiere leben. Es gibt hier auch Elche, aber die bekamen wir leider nicht zu Gesicht. Die Rundwege durch die Anlage sind lang und den letzten Teil haben wir ausgelassen, um die Flugshow nicht zu verpassen.

Alle Tiere dürfen gefüttert werden; das Futter ist an der Kasse gegen einen kleinen Obolus erhältlich. So haben uns Steinböcke, Auerochsen, Alpakas und andere Tiere förmlich aus der Hand gefressen.


Adler und Harris Hawks (Wüstenbussarde).

In der Falknerei wohnen derzeit 250 Greifvögel und der Höhepunkt des Tages war die große Flugshow der Adler und Milane. Zuletzt flogen 50 Milane gleichzeitig über die Bergkuppe und nutzten die Thermik für ihren Gleitflug; das war ein tolles Erlebnis.


Milane kreisen über den Potzberg.

Für mich war der Besuch dieses Parks ein Genuss, weil man auf Rundwegen laufen kann, er nicht überfüllt ist und keine nervigen Animationen stattfinden. Es gibt hier einen schönen, weitläufigen Kinderspielplatz mit hölzernen Spielgeräten und viele Sitzplätze für ein Familienpicknick. Dazwischen laufen Ziegen herum, die gestreichelt und gefüttert werden können. Gleich daneben sind Gehege mit Zwergkaninchen und Meerschweinchen.

Das Essen im Blockhaus-Restaurant ist appetitlich und das Personal freundlich und hilfsbereit.


Ein großer Spielbereich für Kinder und ein Restaurant im Blockhaus.


Blick über die Falknerei auf das Kuseler Land.


Hier am Aussichtspunkt findet nachher die Flugshow statt. 


Rundwege führen zu verschiedenen Gehegen.


Einige Tiere lassen sich gerne aus der Hand füttern, so wie dieser Steinbock.


Hoffentlich behalten uns die Tiere im Wildpark in guter Erinnerung.
Dieses Alpaka hat lange stillgehalten und bekam dafür eine extra große Portion Futter.

Sommergrüße von der Pfälzerin    🦓  🦅  🐂  🐏 

Freitag, 24. Juli 2026

Am Rhein bei Germersheim

Bei Germersheim bildet der Rhein die Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Die historische Festungsstadt Germersheim am Rhein ist für uns immer einen Besuch wert. Am Montag waren wir dort an der Rheinpromenade, die nur wenige Gehminuten von der Stadtmitte aus zu erreichen ist.

Die Steigeranlage bei Rheinkilometer 384,0 auf der linksrheinischen Seite ist ideal zum Flanieren und auch Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Am Ufer legen große Fahrgast- und Kabinenschiffe an. Das Freizeitgelände auf den Wiesen wird gerne von Besuchern genutzt. 

Der Rhein hat zur Zeit Niedrigwasser und so kann man auch auf Kiesbänken sitzen und den vorbeifahrenden Schiffen zuschauen. Das Wetter am Montag war ideal für einen Ausflug, mit 23 Grad und leichtem Wind.


Steinreich, auf der Kiesbank lässt sich gut sonnen.
 An diesem Tag waren etliche Frachtschiffe unterwegs, denen wir gerne zuschauen.


Das Rhein-Wasser ist glasklar. Ich habe sogar Muschelschalen gefunden.


Über die Eisenbahnbrücke rattern Züge im 10-Minuten-Takt.


Ein Flußkreuzfahrtschiff hat angelegt. 




Der ehemalige Treidelpfad wurde zum Radweg ausgebaut. 
Eine hölzerne Treidlerfigur erinnert an die frühere Zeit, als mit Muskelkraft an Seilen die Schiffe auf dem Wasser gezogen wurden.


Mittagszeit im Biergarten, der auf der Wiese am Fluss eingerichtet ist.


Nach dem Essen spazieren wir zum Alten Werfthafen.
Hier endet die Promenade, aber der Radweg führt weiter am Fluss entlang.


Der Enkelsohn konnte auf dem Spielplatz seine Kletterkünste erproben.


Wildblumen und Kratzbeeren neben dem Weg am Wasser.


Kommt alle gut ins Wochenende.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🏞️

Donnerstag, 23. Juli 2026

Distelfalter



Welch ein profaner Name für solch einen schönen Schmetterling!

Er ist weitgereist, der Distelfalter (Vanessa cardui), denn er überwintert wie ein Zugvogel jedes Jahr in Nordafrika. Zumindest wird dies in verschiedenen Veröffentlichungen so beschrieben. Distelfalter kommen im April bei uns an und fliegen im August schon wieder weg in den Süden.

Dieser Schmetterling aus der Familie der Edelfalter mag die Blüten des Schmetterlingsflieders, von Natternkopf, Disteln, Flockenblumen und Brombeeren. Man sieht ihn im Pfälzerwald oft auf Waldwiesen, an Wegrändern und auch in Gärten.

Die Futterpflanzen der Raupen sind verschiedene Distelarten. Dort werden die Eier abgelegt, Raupen spinnen sich ein und verpuppen sich. Bald schlüpft eine neue Generation.

Ich habe mich gefreut, dass ein Distelfalter auch unseren Garten besucht hat.











Naturgrüße von der Pfälzerin   🦋  🦋  🦋

Mittwoch, 22. Juli 2026

Sandknotenwespe

Wespen haben einen schlechten Ruf. Man denkt sofort an die lästigen, gestreiften Insekten, die uns beim Essen im Freien bedrängen.

Allerdings sind es nur zwei Wespenarten, die lästig werden: die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica). Alle anderen der rund 700 Wespenarten in Deutschland sind friedliche Insekten, die sich an den Blüten im Garten mit Nektar bedienen und nicht zu uns an den Tisch kommen.

Heute stellt sich die 12 mm kleine Sandknotenwespe (Cerceris arenaria) vor.



Ich bin ein Hautflügler aus der Familie der Grabwespen und lebe als Einzelgängerin. Obwohl ich grimmig dreinschaue beiße und steche ich nicht.

Wo viele Wildblumen blühen und sandiger Boden vorhanden ist fühle ich mich wohl.

Mein Leben beginnt als Ei in einem lockeren Substrat in der Erde und nach dem Schlüpfen lebe ich als Larve wurmähnlich und beinlos. Zum Glück wurden Käfer zusammen mit meinem Ei eingelagert, denn ich habe mächtig Appetit und fresse meine Vorräte auf. Jetzt wachse ich schnell und häute mich mehrmals, bis ich das Puppenstadium erreicht habe. In einer geschützten Umgebung bleibe ich unbeweglich eingesponnen, während mein Körper eine Transformation durchläuft. Es entwickeln sich meine Flügel, Beine und Fühler.

Wenn ich fertig entwickelt bin, schlüpfe ich aus der Puppenhülle und mein Ziel ist die Fortpflanzung. Als junge erwachsene Sandknotenwespe sitze ich an blühenden Wildblumen und trinke Nektar. Dort fange ich auch kleine Käfer, die ich zu den Eiern ins Nest packe, damit auch mein Nachwuchs nach dem Schlüpfen Futter findet.

Ich jage Insekten und verhalte mich Menschen gegenüber friedlich. Lieber fliege ich weg und gehe Streitigkeiten aus dem Weg. Aber beißen und stechen kann ich schon, wenn ich zu stark gereizt werde.

Meine Freßfeinde während meiner Entwicklung sind Ameisen, Spinnen, Laufkäfer und andere Wespen.

Ich selbst besitze die Fähigkeit, Beute mit Gift zu lähmen und sie dann in ein unterirdisches Nest zu transportieren. Schließlich brauchen meine Larven Nahrung, damit sie sich zu neuen Sandknotenwespen entwickeln können.







Naturgrüße von der Pfälzerin   🪲  🐞  🪰

Dienstag, 21. Juli 2026

Unser Garten ist nicht ungepflegt.

Er ist Lebensraum für glückliche Insekten. Hummeln, Bienen, Käfer, Schmetterlinge und Spinnen fühlen sich wohl bei uns.

Langsam funktioniert mein Konzept, den Garten möglichst naturnah zu gestalten. Mit dazu zählt das Pflanzen und Säen von heimischen Kräutern und Stauden, um beobachten zu können, welche Insekten den Garten besuchen.

An manchen Tagen wuselt es nur so von kleinen Schmetterlingen an den Blüten des Oregano und die Blüten des Flachblatt-Mannstreu werden von unterschiedlichen Wespenarten umschwärmt.


Großes Ochsenauge, Schornsteinfeger und Rotbraunes Ochsenauge.


Haus-Feldwespen am Mannstreu.
Es sind friedliche Tierchen, die nicht zu uns an den Esstisch kommen.


Ich werde in den nächsten Beiträgen einige Insekten, die ich fotografiert habe, näher vorstellen.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🪲  🪰  🦋