Freitag, 7. August 2026

Gilbweiderich


Beim Wandern habe ich eine Pflanze mit hübschen gelben Blüten entdeckt. Bisher dachte ich, dass der Gewöhnliche Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) eine reine Gartenpflanze sei. In der Natur habe ich ihn bisher nicht gesehen, zumindest nicht hier im Pfälzerwald.

Beim Nachlesen in diversen Veröffentlichungen im Net gewann ich die Erkenntnis, dass es sich um eine heimische Wildform handelt, die wertvoll für Insekten ist und früher als Heilpflanze bei Durchfällen und Wunden genutzt wurde. Aus den Blüten wurde ein Farbstoff gewonnen, der Stoffe gelb und grün eingefärbt hat.

Ich habe weiterhin gelesen, dass die Blüten zwar keinen Nektar produzieren, aber Pollen und Öl liefern und ein wertvolles Raupenfutter sind. Schenkelbienen beispielsweise vermischen das Öl mit den Pollen und sammeln es als Futterpaket an ihren Hinterbeinen.

Gilbweiderich zählt botanisch zu den Primelgewächsen und mag einen halbschattigen Standort und lehmig-sandigen Boden.

Die Wildform ist nicht zu verwechseln mit dem Punktierten Gilbweiderich (Lysimachia punctata), der zu den eingewanderten Pflanzen (Neophyten) zählt und dem bekannten Pfennigkraut (Lysimachia nummularia), ebenfalls eine heimische Pflanze. 


Gewöhnlicher Gilbweiderich.



Kommt alle gut ins Wochenende.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🖼️

Mittwoch, 5. August 2026

Verbrannte Erde


Die Böden auf den Höhen sind total ausgetrocknet. 

Wir fuhren zu Beginn dieser Woche abends über die Höhe bei Kröppen, die auch Hackmesserseite genannt wird. Dort waren wir am Tag der Sommersonnenwende schon einmal spazieren gegangen und ich freute mich damals über leuchtend blaue Kornblumen am Rand der Felder. Klick hier.  Dieser Link bringt Interessierte zu meinem Blog-Beitrag Mitte Juni.

Die Blumen sind jetzt verblüht und die Getreidefelder wurden abgeerntet.

Am Sonntag brannte eine große Fläche neben dem Premium-Wanderweg 'Schmuggler-Pfad'. Erst stand ein Stoppelfeld in Flammen und als die Feuerwehr eintraf, hatte sich der Brand auf eine benachbarte Streuobstwiese ausgebreitet. Viele alte Obstbäume, die innen hohl sind, brannten wie Fackeln und mussten teilweise gefällt werden. Bis zum Abend dauerten die Löscharbeiten und die Brandwache an. Zurück blieben 3 Hektar verbrannte Erde.


Stoppelfelder auf der Hackmesserseite. 


In der Bildmitte kann man das abgebrannte Feld sehen.







Die Bäume im Hintergrund haben alle Brandschäden.
Ich zählte fast 50 Bäume, die auf der verbrannten Fläche stehen.



Liebe Grüße von der Pfälzerin  ☀️  ☀️  ☀️

Montag, 3. August 2026

Kraftort Klosterbrunnen

 


Ein Kraftort ist ein ganz besonderer Platz in der Natur, der mir dabei hilft zur Ruhe zu kommen, mich zu entspannen und neue Energie zu tanken.

Solch einen Ort finde ich am Klosterbrunnen, einer Schutzhütte neben einem Brunnen mitten im Wald, umgeben von Buchenbäumen und einem murmenden Bächlein. Dort waren wir vor einer Woche, kurz bevor eine neue Hitzewelle auf uns zukam.

Hier war die Luft herrlich kühl und das Laub der Bäume noch saftig grün. Von der Trockenheit, die im Pfälzerwald herrscht, ist hier weniger zu spüren.

Im Tal südlich des Langenberges errichtete ein Verein im Jahr 1950 eine Schutzhütte und die Mitglieder pflegen sie seither und halten den Rastplatz sauber. An diesem Rastplatz führen mehrere Fernwanderwege, ein Premiumwanderweg und ein ausgeschilderter Radweg vorbei. Auf den Sitzbänken unter den Buchen und in der Hütte lässt sich gut ausruhen, während man die Seele baumeln lässt.

Im Gedenken an unsere Eltern, die im Verein früher sehr rührig waren, wurde eine Sitzbank gestiftet und Mitglieder des Vereins haben sie vor kurzem aufgestellt. 

Hier am idyllischen Platz unter den Bäumen, deren Blätter sachte im Wind rauschen, kam die Erinnerung an die Eltern zurück, die seit 20 Jahren nicht mehr bei uns sind.

In meiner Kindheit waren wir regelmäßig mit einem Wanderverein unterwegs. Bei einigen Wanderungen war die Schutzhütte als Rastplatz mit im Programm. Hier fand auch das jährliche Kartoffelbratfest des Vereines statt und ich kann mich gut daran erinnern, wie glücklich unsere Eltern an diesen Tagen waren. Vor allem mein Vater liebte die Natur und hat diese Eigenschaft an mich weitergegeben.

Es ist nicht möglich, mit dem Auto bis zur Schutzhütte zu fahren. An der Landstraße 486 steht ein Hinweisschild, das zur Hütte weist. Es ist für Radfahrer und Wanderer gedacht und man kann hier das Auto abstellen und auf einem Forstweg den Berg hoch, ungefähr 500 Meter, zur Schutzhütte laufen. Oder man ist gut zu Fuß und wandert vom Dorf aus durch den Wald zur Hütte, was für mich leider nicht mehr möglich ist.

Wahrscheinlich würde ich den Weg vom Dorf zum Klosterbrunnen noch schaffen, aber keinesfalls wieder zurück, denn es ginge dann fast die gesamte Strecke nur bergauf.


Ein Hinweisschild an der Landstraße 486 weist den Weg zum Klosterbrunnen.
Der Weg ist gesäumt von Wildblumen und Brombeerhecken.

Auf einem breiten Forstweg erreichen wir den Rastplatz mitten im Wald.






Ein kleines Bächlein speist einen Brunnen und ein Stück weiter drei Teiche.


Die früheren Fischteiche sind mit Wasserlinsen bedeckt.


Neue Tische und Bänke laden zum Rasten ein.


Die Schutzhütte wird von alten Buchenbäumen bewacht.


Eine Bank zum Gedenken an unsere Eltern steht gleich neben der Hütte.


Wenn der leichte Wind die Blätter rauschen lässt und über das Gesicht und die Arme streift, fühlt es sich an, als würde ich von Engelsflügeln
sanft gestreichelt werden.

Kommt alle gut in die neue Woche. 

Naturgrüße von der Pfälzerin   🖼️  🌳🪽

Freitag, 31. Juli 2026

Sonnenblumen und eine Blauschwarze Holzbiene

 



Es war ein Morgen mit einem strahlend blauen Himmel. Wie jeden Tag ging ich raus in den Garten, um das Wasserspiel am Miniteich einzuschalten und meine tägliche Gartenrunde zu machen.

Dort, wo in den nächsten Jahren eine Wildblumenwiese entstehen soll, blühen jetzt die Sonnenblumen. Zusammen mit verschiedenen Blumensamen hab ich sie ausgesät, damit der Streifen Land in diesem Sommer nicht brach liegt.

Während ich einer Mistbiene beim Pollensammeln zuschaute, kam mit lautem Brummen eine Blauschwarze Holzbiene angeflogen. Sie surrte um meinen Kopf und ließ sich schließlich auf einer Sonnenblumenblüte nieder. So schnell wie das Tier ist, habe ich mit der kleinen Kamera kaum eine Chance, es im Bild festzuhalten. Es ist immer in Bewegung und bleibt nur sekundenlang auf den Blüten sitzen.

Später kam die Holzbiene noch zu den Blauen Kugeldisteln geflogen und bediente sich auch hier mit Nektar. 

Bisher sah ich diese Biene nur an Lippenblütlern. Nun habe ich gelesen, dass sie auch an Korbblütlern zu finden sei und dazu zählen Sonnenblumen und Disteln.


Eine Blauschwarze Holzbiene an einer Sonnenblumenblüte.




Mistbiene an einer Sonnenblumenblüte.





Kommt alle gut ins Wochenende.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌻  🌻  🌻

Donnerstag, 30. Juli 2026

Das kleine Afrika

... im Nordpfälzer Bergland war uns vor einer Woche einen Besuch wert. Da waren wir im Wildpark Potzberg im Nordpfälzer Bergland. Einen entsprechenden Beitrag stellte ich am Montag im Blog ein. Heute zeige ich noch einige Bilder, die ich dort gemacht habe.

Man sieht, wie ausgetrocknet die Landschaft ist. Es hat schon lange nicht mehr geregnet und nun erleben wir eine neue Hitzewelle. Wieder schwitzen wir bei hohen Temperaturen, wie sie wahrscheinlich auch in Afrika vorkommen. Die Zebras im Wildpark fühlen sich wahrscheinlich wie daheim auf dem schwarzen Kontinent. Nandus haben ihre Heimat in den Savannen in Südamerika, wo es bekanntlich ebenfalls heiß und trocken ist.

🦓  🦓  🦓

Morgen ist der letzte Tag des Monats Juli und der heißeste Monat im Jahr, der August, beginnt. Mal schauen, wie sich das Wetter weiter entwickelt. Schon jetzt hat dieser Sommer alle Rekorde gebrochen, mit vielen Hitzetagen, hohen Temperaturen und extremer Trockenheit. Wir fühlen uns derzeit wie in einer Wüste.

Gestern bin ich zum ersten Mal in diesem Sommer im Haus geblieben, weil es mir im Garten einfach zu heiß war. Ein heftiger Wind brachte heiße Luft und die Trockenheit ist unerträglich. Wir hatten 36 Grad am Nachmittag und heute soll es noch einige Grad heißer werden.


Nandu im Wildpark.






Liebe Grüße von der Pfälzerin   🦓  🦓  🦓

Mittwoch, 29. Juli 2026

Die Farben der Blumen im Sommer ...

 ... sind kräftig und derzeit dominiert in unserem Garten das Gelb.



Trotz Hitze und Trockenheit blüht in unserem Garten noch einiges: Gelber Sonnenhut (Rudbeckia 'Goldsturm'), Blaue Kugeldisteln, ein Hibiskusstrauch mit pinkfarbenen Blüten, Wilde Malve, Sonnenblumen und die Kletterrose Amadeus mit blutroten Blüten. 

Wir erwarten heute wieder einen sehr heißen Tag und ich habe kein Regenwasser mehr zum Gießen. Deshalb muss ich gezwungenermaßen den Wasserschlauch an die Wasserleitung anschließen, damit nicht alle Pflanzen den Dürretod erleiden.

Kommt alle gut durch den Tag. 🖼️

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌻

Dienstag, 28. Juli 2026

Büffelzikade


Ein nur 10 mm kleines, grasgrünes Tierchen ist so markant, dass man es nicht verwechseln kann. Im Garten saß auf einem Erdbeerblatt eine Büffelzikade. 

Stictocephala bisonia ist ein Einwanderer aus Nordamerika und wurde anfangs des 20. Jahrhunderts bei uns eingeschleppt. Weitere Namen sind Büffelzirpe oder Amerikanische Büffelzikade.

Die Larven und auch die ausgewachsenen Tiere ernähren sich von Pflanzensäften. In den Monaten Juli und August sind ausgewachsene Tiere zu finden. Eines davon hat sich nun auch in unseren Garten verirrt. Es ergänzt meine Sammlung an Tieren im Garten, die immer umfangreicher wird.

Der Lebensraum der Büffelzikade sind Waldränder, Gehölzsäume, Kulturflächen und Uferbereiche von Flüssen und Bächen.

Seine dreieckige Form und die Größe des Tierchens erinnert mich an eine grüne Buchecker. 😉









Naturgrüße von der Pfälzerin   🪲

Montag, 27. Juli 2026

Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg im Nordpfälzer Bergland



Am Donnerstag besuchten wir den Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg. Dieser privat geführte Tierpark befindet sich im Nordpfälzer Bergland, auf der Kuppe des 560 Meter hohen Potzberges im Landkreis Kusel.

Auf der 30 ha großen Anlage sind verschiedene Tiergehege, in denen Wisente, Auerochsen, Rotwild, Steinböcke, Wildschafe, Alpakas, Känguruhs, Polarfüchse, Zebras, Rentiere und andere Wildtiere leben. Es gibt hier auch Elche, aber die bekamen wir leider nicht zu Gesicht. Die Rundwege durch die Anlage sind lang und den letzten Teil haben wir ausgelassen, um die Flugshow nicht zu verpassen.

Alle Tiere dürfen gefüttert werden; das Futter ist an der Kasse gegen einen kleinen Obolus erhältlich. So haben uns Steinböcke, Auerochsen, Alpakas und andere Tiere förmlich aus der Hand gefressen.


Adler und Harris Hawks (Wüstenbussarde).

In der Falknerei wohnen derzeit 250 Greifvögel und der Höhepunkt des Tages war die große Flugshow der Adler und Milane. Zuletzt flogen 50 Milane gleichzeitig über die Bergkuppe und nutzten die Thermik für ihren Gleitflug; das war ein tolles Erlebnis.


Milane kreisen über den Potzberg.

Für mich war der Besuch dieses Parks ein Genuss, weil man auf Rundwegen laufen kann, er nicht überfüllt ist und keine nervigen Animationen stattfinden. Es gibt hier einen schönen, weitläufigen Kinderspielplatz mit hölzernen Spielgeräten und viele Sitzplätze für ein Familienpicknick. Dazwischen laufen Ziegen herum, die gestreichelt und gefüttert werden können. Gleich daneben sind Gehege mit Zwergkaninchen und Meerschweinchen.

Das Essen im Blockhaus-Restaurant ist appetitlich und das Personal freundlich und hilfsbereit.


Ein großer Spielbereich für Kinder und ein Restaurant im Blockhaus.


Blick über die Falknerei auf das Kuseler Land.


Hier am Aussichtspunkt findet nachher die Flugshow statt. 


Rundwege führen zu verschiedenen Gehegen.


Einige Tiere lassen sich gerne aus der Hand füttern, so wie dieser Steinbock.


Hoffentlich behalten uns die Tiere im Wildpark in guter Erinnerung.
Dieses Alpaka hat lange stillgehalten und bekam dafür eine extra große Portion Futter.

Sommergrüße von der Pfälzerin    🦓  🦅  🐂  🐏 

Freitag, 24. Juli 2026

Am Rhein bei Germersheim

Bei Germersheim bildet der Rhein die Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Die historische Festungsstadt Germersheim am Rhein ist für uns immer einen Besuch wert. Am Montag waren wir dort an der Rheinpromenade, die nur wenige Gehminuten von der Stadtmitte aus zu erreichen ist.

Die Steigeranlage bei Rheinkilometer 384,0 auf der linksrheinischen Seite ist ideal zum Flanieren und auch Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Am Ufer legen große Fahrgast- und Kabinenschiffe an. Das Freizeitgelände auf den Wiesen wird gerne von Besuchern genutzt. 

Der Rhein hat zur Zeit Niedrigwasser und so kann man auch auf Kiesbänken sitzen und den vorbeifahrenden Schiffen zuschauen. Das Wetter am Montag war ideal für einen Ausflug, mit 23 Grad und leichtem Wind.


Steinreich, auf der Kiesbank lässt sich gut sonnen.
 An diesem Tag waren etliche Frachtschiffe unterwegs, denen wir gerne zuschauen.


Das Rhein-Wasser ist glasklar. Ich habe sogar Muschelschalen gefunden.


Über die Eisenbahnbrücke rattern Züge im 10-Minuten-Takt.


Ein Flußkreuzfahrtschiff hat angelegt. 




Der ehemalige Treidelpfad wurde zum Radweg ausgebaut. 
Eine hölzerne Treidlerfigur erinnert an die frühere Zeit, als mit Muskelkraft an Seilen die Schiffe auf dem Wasser gezogen wurden.


Mittagszeit im Biergarten, der auf der Wiese am Fluss eingerichtet ist.


Nach dem Essen spazieren wir zum Alten Werfthafen.
Hier endet die Promenade, aber der Radweg führt weiter am Fluss entlang.


Der Enkelsohn konnte auf dem Spielplatz seine Kletterkünste erproben.


Wildblumen und Kratzbeeren neben dem Weg am Wasser.


Kommt alle gut ins Wochenende.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🏞️